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Beban Clean Gebäudereinigung

Kitareinigung in Essen: Welche Hygienestandards ein Kindergarten wirklich erfüllen muss

Kitareinigung in Essen: Welche Hygienestandards ein Kindergarten wirklich erfüllen muss

In einer Kita treffen viele Menschen auf engem Raum aufeinander, und die meisten von ihnen sind unter sechs. Ihr Immunsystem ist noch nicht fertig, sie fassen alles an, und was sie anfassen, landet zuverlässig im Mund. Reinigung ist hier keine Frage der Optik, sondern Infektionsschutz.

Trotzdem wird die Kitareinigung oft wie eine Büroreinigung ausgeschrieben – gleiche Leistungsbeschreibung, gleiches Intervall, gleiche Mittel. Das geht an den eigentlichen Anforderungen vorbei. Dieser Artikel zeigt, worin der Unterschied liegt und worauf Träger und Leitungen in Essen achten sollten.

Der Hygieneplan ist Pflicht, nicht Kür

Kindertageseinrichtungen gelten nach § 33 des Infektionsschutzgesetzes als Gemeinschaftseinrichtungen. Damit greift § 36: Sie sind verpflichtet, innerbetriebliche Verfahrensweisen zur Infektionshygiene in einem Hygieneplan festzulegen.

Bemerkenswert ist, was das Gesetz nicht tut: Es schreibt keine Details vor. Was im Plan steht, überlässt es weitgehend der Einrichtung. Die Bundesländer stellen dafür Rahmenhygienepläne als Vorlage bereit, an denen sich Träger orientieren können.

Für die Reinigung hat das eine unbequeme Konsequenz: Sie ist kein separater Posten neben dem Hygieneplan, sondern ein Teil davon. Wer die Reinigung vergibt, vergibt einen Teil der eigenen Hygienepflichten mit. Ein Dienstleister, der den Plan der Einrichtung nicht kennt, kann ihn auch nicht erfüllen – und die Verantwortung bleibt bei der Einrichtung.

Warum eine Kita anders zu reinigen ist als ein Büro

Fünf Unterschiede, die in der Praxis alles verändern:

  • Alles spielt sich unten ab. In einem Büro sind Tischplatten und Türklinken die Kontaktflächen. In einer Kita sind es der Boden, die unteren 80 Zentimeter der Wand und die Unterseiten von Tischen.
  • Hand-Mund-Kontakt ist der Normalfall, nicht die Ausnahme. Was auf einer Oberfläche zurückbleibt, bleibt nicht dort.
  • Wickelbereiche sind ein eigener Hygienebereich mit eigenen Anforderungen – und sie werden mehrmals täglich genutzt.
  • Schlafräume bedeuten Textilien: Matratzen, Bezüge, Kuscheldecken. Textilien sind in keiner Büroreinigung vorgesehen.
  • Spielzeug und Spielteppiche sind Kontaktflächen, die niemand als solche ausschreibt – und die bei Infektionswellen die entscheidenden sind.

Die kritischen Bereiche im Einzelnen

Wasch- und Wickelbereich: der Bereich mit der höchsten Priorität. Wickelauflage, Waschbecken, Armaturen und Abfallbehälter brauchen tägliche Desinfektion, nicht nur Reinigung. Hier entscheidet sich, ob ein Magen-Darm-Infekt ein Einzelfall bleibt oder eine Gruppe stilllegt.

Gruppen- und Spielräume: Böden gründlich, aber auch Tische, Stühle und Spielgeräte. Spielteppiche brauchen eine eigene Behandlung – sie sind Bodenbelag und Kontaktfläche zugleich.

Schlaf- und Ruheräume: hygienische Reinigung mit Blick auf die Textilien und auf Staub. Diese Räume werden liegend genutzt, in Bodennähe, über Stunden.

Sanitärbereiche in Kinderhöhe: kleinere Becken, niedrigere Armaturen, mehr Spritzwasser an den Wänden. Wer auf Erwachsenenhöhe reinigt, übersieht die Hälfte.

Küchen- und Essbereich: getrennte Utensilien, getrennte Reinigungsgänge. Die Trennung zwischen Sanitär- und Lebensmittelbereich ist der Punkt, an dem improvisierte Reinigung als Erstes scheitert.

So wirksam wie nötig, so schonend wie möglich

Es liegt nahe, in einer Kita alles zu desinfizieren. Das ist ein Fehler. Flächendesinfektion gehört gezielt dorthin, wo sie gebraucht wird – in den Wickelbereich, an Sanitärflächen, an Handkontaktpunkte. Flächendeckend eingesetzt hinterlässt sie Rückstände auf genau den Oberflächen, an denen Kinder lecken, und ist im Alltag weder nötig noch sinnvoll.

Der Rest ist gründliche Reinigung mit umweltfreundlichen Mitteln, die auf den jeweiligen Belag abgestimmt sind. Wir arbeiten bei Beban Clean mit modernen Methoden und umweltfreundlichen Reinigungsmitteln, die schonend und zugleich hochwirksam sind.

Wann gereinigt wird – und warum das eine fachliche Frage ist

Die Hauptreinigung gehört außerhalb der Betreuungszeiten: früh am Morgen oder am Abend. Dafür gibt es drei Gründe, und keiner davon ist Bequemlichkeit. Erstens sollen Reinigungsmittel nicht in der Luft liegen, während Kinder im Raum sind. Zweitens sind feuchte Böden und Geräte in einer Kita eine Stolperfalle. Drittens braucht gründliche Arbeit Räume, in denen niemand spielt.

Das setzt Zuverlässigkeit voraus: feste Zeiten, feste Personen, geregelte Schlüsselübergabe und eine Vertretung, die bei Krankheit einspringt, ohne dass die Leitung telefonieren muss.

Worauf Träger in Essen zusätzlich achten sollten

  • Festes Personal statt wechselnder Kräfte. In einer Kita ist das nicht nur eine Qualitätsfrage: Wer regelmäßig im Haus ist, ist kein Fremder.
  • Erweiterte Führungszeugnisse, wenn Reinigungskräfte während der Betreuungszeiten im Haus sind. Viele Träger verlangen das – fragen Sie es aktiv ab, statt es vorauszusetzen.
  • Kenntnis des Hygieneplans der Einrichtung. Er sollte vor Vertragsbeginn auf dem Tisch liegen, nicht nach der ersten Beanstandung.
  • Kurze Wege. Ein Anbieter aus dem Ruhrgebiet ist bei einem kurzfristigen Ausfall am selben Tag da; einer von weiter weg schickt eine Entschuldigung.
  • Eine klare Regelung für den Ernstfall: Was passiert bei einer Infektionswelle, wenn kurzfristig zusätzlich desinfiziert werden muss?

Und eine Kiste Obst

Zu jedem Kita-Auftrag gehört bei uns eine frische Obstkiste für die Kinder – für gesunde Ernährung, starke Abwehrkräfte und glückliche Kinder. Das steht in keinem Hygieneplan und in keiner Leistungsbeschreibung. Es ist trotzdem der Teil, an den sich die Gruppen erinnern.

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